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                          Kosmetik, Medizin und Pharmazie

Die moderne geschulte Kosmetikerin bewegt sich auf einer Gradwanderung zwischen:

  • pflegender    Kosmetik
  • dekorativer   Kosmetik
  • medizinischer Kosmetik

Die pflegende Kosmetik beinhaltet, dass Beurteilen, Reinigen, Schützen und Pflegen der Haut. Das Pflegen und Gestalten der Hände und Füße. Das Anwenden von kosmetischen Massagen und Spezialbehandlungen.

Die dekorative Kosmetik beinhaltet, die Typ- und Alters gerechte Erscheinung zu verschönern/hervorzuheben/zu korrigieren. Durch färbende Mittel, Hautmängel zu verdecken und auszugleichen.

Die medizinische Kosmetik beinhaltet, erkrankte Haut und Hautschäden festzustellen und zu behandeln, Hautschäden minimieren, pflegen und verzögern, den Alterungsprozess zu minimieren/verzögern, bis hin zu kosmetischen Operationen, die gegebenenfalls auch Aspekte einer Erkrankung beinhalten, sowie notwendige Wiederherstellungskosmetik (z.B nach Unfällen - Hautverpflanzungen).  

Medizinische Kosmetik ist Aufgabe des Hautarztes, der Schönheitschirurgen und der geschulten Kosmetikerin (nach Weisung des Arztes). Denn der Bereich der medizinischen Kosmetik verbindet die Pflege der Haut mit der Wirksamkeit der Medizin und Pharmazie. Dadurch wird der kosmetische Entspannungseffekt mit der höheren Wirksamkeit, der Behandlungsmethoden in Verbindung mit den Präparaten, kombiniert. Das bedeutet, es werden bessere Resultate bei der Behandlung von Hautveränderungen und unerwünschten Hauterscheinungen z.B. Falten, erzielt.

Solche Hautveränderungen können sein:

  • Effloreszenzen
  • Hautzustände
  • Rosazea, Couperose
  • Pigmentflecken und Störungen
  • Narben
  • Verbrennungen
  • Schwangerschafts- und Dehnungsstreifen
  • Erschlaffte Haut und Körperareale
  • Cellulite

Außerdem werden diese hoch wirksamen Präparate zu Vor- und Nachbehandlung d.h. zur Optimierung der Ergebnisse, von plastischen/ästhetischen Eingriffen, eingesetzt. Zusätzlich sollte man bedenken, dass die Kunden immer anspruchsvoller werden und das bestmögliche erhalten möchten.

In der ZUKUNFT wird es heißen:

"Spieglein, Spieglein, an der Wand, wer ist die Schönste in diesem Land, Sie, denn Sie haben sich richtig, kompetent, ausführlich und durch geschultes Fachpersonal/ Kosmetiker/innen beraten lassen."

Wirkstoffkosmetik = Doctor Brands & Co = Dermatokosmetik  =                                        Cosmeceutical

Die englische Bezeichnung ist im Wort zusammengesetzt aus "cosmetics" und "pharmaceutical". Der Wirkstoffanteil solcher Präparate erreicht die äußere Grenze des kosmetisch Vertretbaren, ohne bereits Medikament Charakter zu haben. Der Unterschied zwischen handelsüblicher Kosmetik und Wirkstoffkosmetik liegt in der Aufbereitung/Technologie, diese beinhaltet spezielle Galenik und Wirkstoffzufuhr. Der Wirkstoff an sich, kann keine Ergebnisse erzielen, denn nur durch bestimmte Herstellungsverfahren, sowie deren Galenik sind Voraussetzung für die Wirksamkeit und Stabilität. Die Wirksamkeit muss wissenschaftlich belegt dein, sonst ist es kein Cosmeceutical.

Cosmeceutical werben mit wissenschaftlicher Belegung, z.B. können Diese:

  • den pH-Wert der Haut normalisieren
  • die Kollagenbildung stimulieren
  • die normale Hautfunktion wieder herstellen
  • oberflächliche Erneuerung der Hautschichten
  • die Poren der Haut verkleinern
  • die Hauttextur verbessern/verfeinern
  • die Hautdurchblutung anregen
  • Pigmentstörungen beheben
  • Zellen können abgelöst werden (Hautkrebsvorsorge)
  • die Haut vor Sonnenschädigung bewahren
  • die Haut verjüngen und Falten verfeinern/bzw. beseitigen
  • die Talgproduktion kann normalisiert werden

Zu den kosmetisch aufbereiteten Wirkstoffen zählen:

  • Lichtschutzfaktoren
  • Retinol (Vitamin A) und Retinaldehyd
  • Ascorbinsäure (Vitamin C)
  • Tocopherol/D-alpha-Tocopherol (Vitamin E)
  • Alpha-Liponsäure
  • Coenzym Q10
  • Biomelanin
  • Phytohormone/Phytoöstrogene
  • Glykosaminoglykanen/wie z.B. Hyaloronsäure
  • Urea
  • Grüntee-Catechine und andere Flavonoide
  • Ectoin

Dies sind kosmetische Wirkstoffe am Rande der Medizin. Dermatologen empfehlen Wirkstoffkosmetik bei Hautalterung, trockener Haut sowie bei fettiger und zu Akne neigende Haut.

Der Begriff Fachkosmetik suggeriert die Spezialisierung in der kosmetischen Disziplin, weshalb Kundinnen und Kunden vermehrt Ihr Vertrauen Fachpersonen schenken. Das führt dazu, dass Kosmetikerinnen auch in Deutschland, ganz dem amerikanischen Trend folgen, folgend ist eine enge Zusammenarbeit mit einem Dermatologen, plastischen Chirurgen, Gynäkologen oder dermato-kosmetisch interessierten Allgemeinpraktiker suchen. Somit werden in der Kombination von Kosmetik und Dermatologie neue Chancen/Nutzen  der Kunden und Praxen eröffnet. Die kosmetische Dermatologie oder die dermatologische Kosmetik ergänzt die klassische Schulmedizin und die traditionelle Kosmetik und erweitert die Aktionsradien.

Somit erhält der Fachkosmetikmarkt ein erweitertes Tätigkeitsfeld, das sich im ständigen Wettbewerbskampf um die Kundschaft gegenüber der allgemeinen Kosmetik eindeutig als Vorteil erweist. Der Fachkosmetikmarkt ist ein wichtiger Teil des gesamten Kosmetikmarktes, der weiterhin großes Wachstumspotenzial in sich birgt.

Nachfolgend werden die Teilmärkte des Kosmetikmarktes dargestellt, um die Positionierung der Cosmeceuticals visuell klar zu machen:


In der obigen Abbildung ist deutlich erkennbar, dass die Cosmeceuticals einen Teilbereich der Pflegekosmetik ausmachen. Es sind Hautpflegepräparate, die im Bereich zwischen Kosmetik und Medizin liegen. Sie weisen ein hohes Wirkprofil auf und vermögen deshalb, den gewünschten Effekt auf der Haut in kürzerer Behandlungszeit sichtbar zu machen.

Cosmeceuticals können in der Institutsbehandlung selbstständig oder aber auch als Ergänzung zu bestehenden Pflegelinien eingesetzt und empfohlen werden. Sie werden auf den Hauttyp und -zustand sowie das Hautbedürfnis des Kunden abgestimmt und sind deshalb individuell konzipiert, was den heutigen Kundenerwartungen vollständig entspricht. Die Nachfrage nach individualisierten Lösungen für die sonnen geschädigte und altersbedingte Hautalterung steigt ständig, und in der Gesellschaft manifestiert sich deutlich der Glaube an die Hautverjüngung auch ohne Messereingriff.


Kosmetika Leistungen Kommunikation
Herkömmliche
Kosmetikprodukte
- Pflege wenig Effizient
-Hautpflege ohne anhaltende Pflegeeffekte
 z.B. keine Tiefenwirkung
-Emotionalität in der  Werbung
-Werbeversprechen
-Image-Stärke
Cosmeceuticals-Pflege mit nachweislicher Effektivität, 
  z.B. durch Tiefenwirkung
-sicht- und spürbares Resultat
-wissenschaftliche Studien
-vorweisende Studien
-Produktentwicklung und -  Innovation
-medizinisches Image
-Ästhetik
-wissenschaftliche Studien
-Wirkstoffe
-Fachschulungen
-geschultes Fachpersonal

Cosmeceuticals gehören zur stärksten Kosmetikgeneration; denn dank dem höheren Wirkprofil ermöglichen sie eine effizientere Hautpflegebehandlung im Institut und in der Praxis sowie in der zum Teil immer stark vernachlässigten Heimpflege. Der Behandlungserfolg mit den Cosmeceutical wird bereits nach kurzer Behandlungszeit evident und benötigt deshalb wenig Überzeugungskraft: Die gezielte Anwendung reicht aus für einen nachweislichen Erfolg.         (Quelle: Marktsondierung in der Schweiz/Firma Jansen Cosmeceuticals; ich habe das auf Deutschland angepasst und erweitert)

Ich hoffe, dass ich Ihnen bei der Entscheidung: Cosmeceuticals und Apothekenkosmetikkabine und deren Umsetzungsgedanken einen Schritt näher gebracht habe. Denn: "Das Bessere ist des guten Feind"

In der Schweizer Presse stand: "Vichy und Luis Widmer sind Apothekenkosmetik, mit zahlreichen Vertriebsnetzen der Apotheken und mit einem überholten Apotheken-Image". Lassen Sie sich das überholte Image nicht gefallen und bitten Kontra!

Cosmeceuticals gehören nicht in die Hände von ungeschulten Kosmetiker/innen. Die Grenzen zwischen Medizin und Kosmetik kommen sich nicht nur näher, sondern sind jetzt schon fließend. Darum sollte darauf geachtet werden, dass nur richtig ausgebildete Kosmetiker/innen (staatlich anerkannt oder geprüft) diese Produkte anwenden, beraten und verkaufen. Den geschulte Kosmetiker/innen kennen Ihre eigenen Grenzen und die Grenzen der Gesetzesmäßigkeiten (Arzt ist nicht gleich Kosmetiker und umgedreht):

Folgende Firmen haben nach eigener Aussage Cosmeceuticals im Angebot:   (sind nicht alle Firmen gelistet)

  • Aesthetico
  • A-Natural Difference
  • BioAge
  • CNC Medical Skincare
  • DC Cosmeceuticals
  • DermaEstetica
  • Dermatologica
  • dermaviduals
  • Dr.med. Chr. Schrammek Kosmetik
  • Environ
  • Ericson Laboratoire
  • Janssen Cosmeceutical
  • m-b-r / medical beauty research
  • medbeauty
  • QMS Medicosmetics
  • retipalm reviderm
  • skin jet
  • tao-cosmetics
  • weyergans high care

Ein Wirkstoff ist noch lange nicht ein Kosmetikum. Bevor ein Kosmetikum fix und fertig ist, muss der Wirkstoff in eine entsprechende Form gebracht werden. Diese Form herzustellen, ist Aufgabe der Galenik. Die Galenik oder pharmazeutische Technologie ist die Lehre von den Darreichungsformen (Pulver, Granulate, Suspensionen, Emulsionen, Lösungen, Pasten, Cremes, Salben, Gele, Lotionen, Linimente, Injektions- und Infusionspräparate, Tabletten, Pellets, Kapseln, Dragees, Suppositorien = Zäpfchen, Transdermale Therapeutische Systeme, Tinkturen, Perkolate, Drogenextrakte, Mazerat, Infus, Dekokt, Augentropfen, Multiple Unit Pellet Systeme). Sie beschäftigt sich mit der Verarbeitung eines Wirkstoffs und der Formgebung in dosierfähige, gebrauchsfertig verpackte Zubereitungen und deren technische Prüfung. Durch die Galenik wird ein Kosmetikum mit den richtigen Hilfsstoffen verbunden und es wird ihm eine bestimmte Form gegeben. Diese Formen werden auch als Darreichungsformen bezeichnet. Mit der Darreichungsform wird festgelegt, auf welche Weise der Wirkstoff in den Körper gebracht werden soll, ob er geschluckt, inhaliert oder auf die Haut aufgebracht werden soll.

Für die kompetente Beratung ist die Einordnung der Produkteigenschaften, das Wissen um spezifische, funktionelle Inhaltsstoffe und den Basisaufbau jeder Produktgruppe daher nicht nur hilfreich, sondern auch notwendig. Je nach Zielsetzung stehen eine Vielzahl verschiedenster Galeniken und Wirksubstanzen zur Verfügung.

Fazit: Ein Kosmetikum besteht demnach aus Wirkstoffen und Hilfsstoffen, die in einer besonderen Art verarbeitet und nur zusammen wirksam sind.

Galenik: multiple Emulsionen, Vehikel und pH-Wert eines Kosmetikums

Als multiple Emulsionen sind die W/O-Emulsionen und die O/W-Emulsionen wohl die bekanntesten, aber die Liste endet dort nicht. Weitere sind z.B. W/O/W-Emulsionen, O/W/O-Emulsionen; nanodisperse Systeme wie, Liposome, Nanoemulsionen, Lipid-Nanopartikel; tensidfreie Formulierungen wie, Polymer stabilisierte-Emulsionen und Feststoff stabilisierte-Emulsionen. Diese Gelenikformen benötigen wir, um die Wirkstoffe effizient zu verpacken und das sie nur an Ort des geschehen freigesetzt werden. Ebenfalls ist der pH-Wert von großer Bedeutung. Denn der pH-Wert der Hautoberfläche ist je nach Körperregion unterschiedlich ausgeprägt. Als pH-hautneutral gelten pH-Werte zwischen 5,3 und 6,5, da dieser Bereich etwa dem natürlichen pH-Wert der Haut/des Säureschutzmantel entspricht. PH-Wert regulierende Eigenschaften sind bei Hauterkrankungen wie Akne oder atopischer Dermatitis von großer Bedeutung. So können Produkte mit einem sauren pH-Wert einen erhöhten Haut-pH-Wert regulieren, in Richtung des haut physiologischen pH-Wert von 5,5. Außerdem kann der pH-Wert dazu dienen, dass ein Kosmetikum haltbarer gemacht werden kann und das der Säurepuffer gleichzeitig als natürliche Konservierung angesehen werden kann, also zwei wichtige Komponenten in einem Produkt mit synergetischen Eigenschaften. Ob ein Pflegeprodukt seine Wirkung entfalten kann, hängt selbstverständlich auch von der Hautkonstitution ab. So bedarf eine trocken Haut einen anderen Pflegeeinsatz als eine fettige Haut.

Bedenklichkeiten von Wirkstoffen, Hilfsstoffen und Arzneistoffen auf der Haut

In den letzten Jahren traten immer wieder neue Schlagwörter wie z.B. "Medical Beauty, Dr. Brands und Cosmeceuticals" in den Vordergrund. Diese sind aber nicht klar definiert.
Sie sollen die Nähe zur Medizin, Pharmazie und Wissenschaft implizieren, Seriosität, Glaubwürdigkeit und Kompetenz transportieren.
Leider transportieren nicht alle Kosmetika mit diesen Schlagwörtern die Nähe zur Medizin, Pharmazie und Wissenschaft. Denn es gibt keine rechtlichen Vorschriften, die die Seriosität von "Medical Beauty, Dr. Brands und Cosmeceutical unterstreichen.

Einmal wirbt man mit hoch dosierten Wirkstoffen, deren Wirkung auch wissenschaftlich nachgewiesen wurde, lässt aber die Hilfsstoffe außer acht. Wo wir ja vorangegangen geklärt haben, dass ein Kosmetikum immer aus Wirkstoffen und Hilfsstoffen besteht.
Anderseits wirbt man mit Hilfsstoffen die gar nicht in diesem speziellen Kosmetikum vorkommen (z.B. frei von Konservierungsstoffen, Duft- und Farbstoffen, Parabenen, Paraffinen oder frei von tierischen Zusätzen)
Ebenfalls sollte man erwähnen, dass Kosmetika in Zusammenhang mit Arzneimitteln/Stoffen ein nicht unerhebliches Nebenwirkungspotential beinhalten.

Jeder Verbraucher wurde schon einmal in die Lage versetzt ein Kosmetikum zu kaufen, wusste aber nicht ob es gut oder weniger gut für Ihn ist!
Kaum eine Personengruppe fühlt sich in der Lage ein Kosmetikum als bedenklich oder unbedenklich einzustufen, da die Werbung immer nur Vorteile verspricht.

In der heutigen Zeit, mit immer undurchsichtigeren Angeboten und deren Vielfalt von Kosmetika, wird es immer wichtiger geschultes, Fachpublikum/Personal (speziell auf dieses Thema - Haut, Hauterkrankungen, Kosmetika und deren Zusammensetzung) als Partner an der Seite zu haben.

Wenn es um den Kauf von Kosmetika geht, reicht eine Ausbildung zum Verkäufer/Einzelhandelsverkäufer/innen  oder als Kosmetiker/innen (ohne Spezialisierung) oder Wellnessfachpersonal (Wellnessfachpersonal sind auch Wortgebilde die nicht rechtlich klar definiert sind ) nicht mehr aus. Den diese Berufe oder Wortgebilde sind keine Heilberufler mit Spezialisierung auf Biologie, Chemie, Medizin, Pharmazie und deren Wissenschaften und Technologien.
Es ist nicht wichtig womit Firmen werben, sondern ob Mediziner, Pharmazeuten und deren Assistenzberufe, sowie andere Personengruppen (Biologen, Chemiker und deren Assistenzberufe)  sich auf das Thema Haut und Hauterkrankungen, sowie Kosmetika und Arzneimittel und deren Zusammensetzung spezialisiert haben.

Sehr oft werben Firmen mit den Aufschriften frei von:

- Farb- und Duftstoffen
- Konservierungsstoffen
- Parabenen
- tierischen Bestandteile
- Paraffin

Ob das Sinnvoll ist oder nicht müssen Sie als Verbraucher selbst entscheiden, auch ob Sie Stoffe dulden, die hier nicht erwähnt wurden!
Wie sollen Sie etwas entscheiden, wenn Sie die Inhaltsstoffe zwar auf der Packung wieder finden aber nicht deren Bedeutung kennen?
Dazu brauchen Sie geschulte Ansprechpartner wie z.B. den Dermatologen, den Diplom Chemiker, den Apotheker und alle chemischen, medizinischen, pharmazeutischen Assistenzberufe.
Zur Beurteilung, ob Stoffe gut oder weniger gut verträglich sind, müssen die geschulten Ansprechpartner auch Standardliteratur heranziehen, diese Literatur wird jedes Jahr aktualisiert. Die Standardwerke stellen die Brücke zwischen Wissenschaft und Erfahrungen, sowie deren Umgang damit dar.

Solche Standardwerke sind z.B.

- "Die Rote Liste"
- dermatologische und pharmazeutische Standardwerke
- " Die INCI-Liste", die darauf aufbaut

An der Literatur sehen Sie, dass es ohne chemisches, medizinisches, pharmazeutisches Wissen nicht geht.

Nachfolgend folgt eine Auflistung von Hilfs- und Wirkstoffen, sowie Arzneistoffen, die Bedenklichkeiten darstellen. Die Auflistung stellt keine Vollständigkeit dar. Die folgende Liste soll nur beispielhaft und anschaulich darstellen, welche Stoffe in die engere Betrachtung herangezogen werden können. Leider kann man nicht bei allen Stoffen behaupten, dass Diese vom Markt genommen werden sollten. Bitte beachten Sie: Bedenklichkeiten sind nicht mit Nebenwirkungen gleichzusetzen. Wenn Sie Stoffe aufgelistet finden, die ich als bedenklich einstufe, setzen Sie Diese nicht ab oder verweigern den Gebrauch! Die Erwähnung von Bedenklichkeiten dient nur der Aufmerksamkeit und des genaueren Hinweises auf den Gebrauch.
Man muss immer den Nutzen und deren Risiken miteinander abwägen.

Bedenklichkeiten von Hilfsstoffen:

-
Antioxidantien; wie Buthylhydroxyanisol = E320, Buthylhydroxytoluol = E321
- Aromastoffe = Geruchsstoffe
-
ätherische Öle;
-
Farbstoffe; z.B. viele Azofarbstoffe
-
Pflanzenextrakte
- Konservierungsstoffe; wie Benzylalkohol, Parabene
-
Hilfsstoffe; wie Benzalkoniumchlorid, Phenoxyethanol, Thioharnstoff
- Bestandteile in Desinfektionsmitteln; Formaldehyd, Formaldehydabspalter,
  Phenole
-
Antiseptika; wie Dichlorbenzylalkohol
- Silikone
- Mineralöle

 Arzneistoffe, die auf der Haut Bedenklichkeiten hervorrufen können
:

- Aknetherapeutika
; wie Vitamin-A-Säuren, Benzoylperoxid
- Analgetika und Antirheumatika; wie Phenylbutazon, Diclofenac,
   Acetylsalicylsäure, Nicotinsäureester, Goldsalze
- Antibiotika; wie Cotrimoxazol, Ciprofloxacin, Metronidazol, Ampicillin,
                    Neomycin B,   Azithromycin
- Antimykotika; wie Griseofulvin, Miconazol
- Antiepileptika; wie Carbamazetin, Diphenylhydantoin, Guaifenesin
- Antihistaminika; wie Ketotifen
- Antihypertonika/Koronartherapeutika;ACE-Hemmer,
   Betarezeptorenblocker
, Kalziumantagonisten
-
Antikoagulantien;wie Heparin, Cumarin
- Antimalariamittel; Chinin, Chinidin, Chloroquin
- Zytostatika
- Diuretika/Urikostatika;
wie Thiazidderivate, Schleifendiuretika/Furosemid,
 
Allopurinol
- Expektoranten; wie Acetylcystein
- Glukokortikoide
- Hormonpräparate;
Östrogene
-
Immunstimulantien; Interferone
-
Lipidsenker; Bezafibrat
- Lokalanästhetika/Narkotika
- Psychopharmaka/Neuroleptika
; wie Phenothiazine,Chlorpromazin
- Psychopharmaka/Antidepressiva;wie Lithiumsalze, Johanniskraut
- Röntgenkontrastmittel
- Thyreostatika
- Virustatika
; wie Indinavir, Nevirapin

Die Auflistung soll Ihnen verdeutlichen, dass Kosmetik und der Gebrauch von Kosmetika sehr nah an der Medizin, Pharmazie und anderen Wissenschaften grenzt, es gelegentlich zu Wechselwirkungen, Nebenwirkungen und Bedenklichkeiten auf der Haut kommen könnte. Also! Fragen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit, immer mit diesem Hintergrund, nach!

Sortimentsgestaltung:

Bevor Sie sich Gedanken machen, welche Firma und welche Produkte, sind für die Firma, die richtigen, sollten Sie sich über die Sortimentsgestaltung Gedanken machen. Auch wenn mehrere Kosmetiklinien geführt werden, müssen die jeweiligen Anbieter Schwerpunkte zum Institut/Firma und zu den Inhabern und deren Personal passen. Vergleichen Sie dazu:

  • Bekanntheitsgrad und Image der Marke
  • Gebietsschutz ist sehr wichtig (Ausgrenzung der Konkurrenz)
  • Qualität, Bandbreite und erzielbare Handelsspanne der Produkte
  • Bestellungsmodalitäten: Mindestbestellwert, Gebühr für Mindermengen, Versand- und Portokosten, Abnahmeverpflichtungen
  • Werbeunterstützung: Werbemittel, Zuschüsse, Proben/Tester etc.
  • Zahlungsbedingungen: Skonto, Zahlungsziele
  • Art und Umfang der Kundenbetreuung
  • Schulungsmöglichkeiten und Kosten
  • Innovationsfortschritte bzw. Innovationsgedanken über die Zukunft
  • Identitätswiederspiegelung und Reflexion mit der Firma, deren Produkte, der eigenen Firmenphilosohie und dem dazugehörigen Personal

Bei Fragen ist die geschulte Kosmetikerin eine kompetente Ansprechpartnern, denn als Spezialistin für die Schönheit ist die Kosmetikerin sicherlich eine der wichtigsten Anlaufstellen. Ich bin jederzeit bereit auch Ihnen zu helfen, zu unterstützen und mit Rat und Tat bei Seite zu stehen. Denn es ist wichtig die Grenzen, die Grenzwanderungen zwischen erlaubten und nicht erlaubten und die eigenen Kompetenzen zu kennen. Dies ist sicherlich nicht immer einfach, wenn die Grenzen zwischen professioneller Kosmetik und ästhetischer Medizin sowie zwischen Kosmetika und Arzneimitteln immer fließender werden und die Industrie mit immer effektiveren Hightech-Wirkstoffen und -Methoden aufwartet.

Doch die Gesetzeslage ist eindeutig; die Grenzen zwischen Kosmetik und Medizin sowie Heilberuf und zwischen Kosmetika und Pharmazeutika sind klar abgesteckt - auch wenn gewisse Grauzonen immer wieder propagiert werden.     (Quelle:kosprax01/08)

Eine weitere Grauzone stellt die Fußpflege dar, deshalb wird an dieser Stelle die Gratwanderung zwischen kosmetischer Fußpflege und medizinischer/podologischer Fußpflege dokumentiert.

Seit dem 01.01.2002 ist das sogenannte Podologen Gesetz = PodG in Kraft getreten. Das Podologen Gesetz ist ein sogenannter Titelschutz. Durch dieses Gesetz werden nur die Titel "Podologe/innen" und "medizinische/r Fußpfleger/innen" geschützt.

Durch das Podologen Gesetz wird jedoch nicht die Tätigkeit der Ausübung der medizinischen Fußpflege geschützt! (Grauzone)

Fußpfleger/innen müssen in jedem Fall die Grenze zur Medizin/Heilkunde wahren. Nichtangehörige der Heilberufe dürfen nicht heilen!

Im Klartext: Jeder Fußpfleger darf in seinem erlernten Bereich tätig sein, solange es seiner Ausbildung, (wenn überhaubt eine Ausbildung vorliegt, ist keine zwingende Bedingung) sein erworbenes Wissen sowie der Versicherungsschutz zulassen.

Eine gesetzliche klare Linie, wer welche Leistungen erbringen darf, gibt es nicht, zumal auch die Abgrenzung von medizinischer Fußpflege willkürlich ist, da die Grenzen fließend sind. Es gibt nur Richtlinien, die sich an den jeweiligen Ausbildungsinhalten (sofern eine personengebundene Ausbildung überhaubt statt gefunden hat, diese ist nicht zwingend lt. Gesetz notwendig) orientieren.

Eine klare Grenze besteht nur in Bezug auf Heilbehandlungen. In Deutschland dürfen nur Ärzte und Heilpraktiker diagnostizieren und therapieren, sprich: Heilbehandlungen durchführen.

Medizinische Assistenzberufe, zu denen auch die Podologen zählen, bedürfen einer ärztlichen Verordnung für gewisse Behandlungen und können diese dann auch über die Krankenkasse abrechnen.

Grenzfälle in Fußpflegepraxen:

Bestimmte Erkrankungen dürfen mit Absprache des Artes behandelt werden:

  • Diabetiker (Grenzfall kosm. Fußpflege oder med. Fußpflege)
  • Kunden mit virulenten Erkrankungen
  • Kunden mit mykotischen (Pilz) Erkrankungen (Grenzfall)
  • Kunden mit krankhaften Verhornungsstörungen = Hyperkeratosen
  • Durchblutungsstörungen/neurologischen Störungen
  • bakteriellen Infektionen
  • akute Entzündungen (z.B. eingewachsener Zehennagel)
  • Wunden/Ulzerationen jeglicher Art

Ein sehr heikler Grenzfall in der Fußpflege ist die Behandlung des diabetischen Fußes. Nicht jeder Diabetiker ist ein Hochrisikopatient, aber durch Unwissenheit und Unachtsamkeit (wenn überhaubt keine Ausbildung, im Bereich kosmetische oder medizinische Fußpflege, vorliegt) können Sekundärschäden= Spätfolgen schwerwiegende Folgen, für beide Parteien, mit sich ziehen.

Kunden mit Fuß- oder Nagelpilz trifft man häufig in Fußpflegepraxen an, und auch hier wäre die Behandlung ein Grenzfall. Auf keinen Fall darf eine "Sichtdiagnose" gestellt werden (nur Ärzte und Heilpraktiker dürfen diagnostizieren), denn es gibt verschiedene Nagelerkrankungen (z.B. Psoriasis oder Melanome/Krebsgeschwüre), die von einem Pilz nur im Labor unterschieden werden können.

Folgend, liste ich einen Überblick über kosmetische und medizinische Fußbehandlungen auf, um mehr Klarheit zu gewährleisten:


Kosmetische FußpflegeMedizinische Fußpflege
- Pflege und Erhaltung des gesunden Fußes
- Erstellen eines Hautstatus
- Erstellen einer Nagel-, Fuß- und 
  Beindiagnose
- Erkennen von krankhaften Haut- und 
  Nagelveränderungen
- Pflege der Haut und Nägel
- Hornhaut- und Clavi-Entfernung
- Mykoseprophylaxe
- Anbringen künstlicher Nägel zur 
  Formvebesserung
- Lackieren/Ablackieren der Nägel
- Durführung von kosmetischen Massagen
- Haarentfernung (Depilation oder Epilation)
- Färben der Fuß- und Beinhaut
- Bestrahlung zur Regeneration der Haut
- Verwendung apparativer Hilfsmittel
- Kenntnisse über Anatomie, Physiologie,
  Dermatologie
- Kenntnisse über Erkrankungen und 
  Deformitäten und Disharmonien
- Kenntnisse über die Zusammensetzung 
  der Kosmetika
- Einhaltung der Hygienevorschriften für den
  Beruf (Desinfektin und Sterilisation)
- Dokumentation der Behandlung
- Beratung und Verkauf
          ="=
- krankhafte Veränderungen am
  Fuß erkennen und in
  Zusammenarbeit mit dem Arzt
  behandeln
- Erstellen eines Fußstatus
  (Anamnese, podologischer 
  Befund, Lokalbefund)
- Mitwirkung am prophylaktischen
  Betreuungskonzept des
  Patienten
- Behandlung und Erkennung 
  unterschiedlicher Clavi-Arten
- Behandlung von Nagel-
  veränderungen
- Anwendung von Nagelprothetik
- Anwendung von Spangen-
  technik
- Erkennen von Fußfehlstellungen
- Erkennen von Zehen-
  deformitäten
- Behandlung von Risikofußbe-
  handlungen
- Bestrahlung zur Heilunter-
  stützung
- Anfertigungen von Orthesen,
  Druckentlastungen, Reibungs-
  schutz, Taping
- Kenntnisse über Hilfsstoffe, 
  Medikamente und deren
  Inhaltsstoffen
- Kenntnisse über Orthopädie, 
  Dermatologie, Anatomie,
  Pathologie, Physiologie,
  Biomechanik des Fußes,
  Auswertung
  biomechanischer 
  Untersuchungen

Unterschied zwischen kosmetischer und medizinischer Fußpflege:

Kosmetische Fußpflege:

Ist die Ausübung der pflegerischen und der dekorativen Maßnahmen am gesunden Fuß. Die kosmetische Fußpflege kann frei ausgeübt werden. Da sie eine handwerksähnliche Tätigkeit ist, muss bei Beginn der Selbstständigkeit eine Gewerbeanmeldung und die Anmeldung in das Handwerksverzeichnis bei der Handwerkskammer vorgenommen werden.

Medizinische Fußpflege:

Medizinische Fußpflege (Podologie) ist die präventive, therapeutische Behandlung am gesunden von Schädigungen bedrohten und bereits geschädigten Fuß. Die medizinische Fußpflege ist per Gesetz als eine heil berufliche Tätigkeit eingeordnet worden und damit Erlaubnis pflichtig.

(Quelle: kosprax 2008 und Gesetzestextausführungen/Interpretationen)


Das berufliche Erfolgskonzept liegt sicherlich in einer soliden, professionellen Ausbildung, dem verantwortungsvollen Umgang mit den Kunden, sowie der Liebe zum Beruf.